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Einfamilienhaus Stapferstrasse Brugg/AG

Die Baute wurde 1912 von Architekt Alwin Rüegg für den Lokomotivführer Adolf Siegrist ursprünglich als Zweifamilienhaus mit je drei Zimmer angelegt. Das schlichte, in Heimatstilformen gehaltene Haus fand Aufnahme im kantonalen Bauinventar.

1966 wurde der Laubenvorbau an der Südfassade umgestaltet und in das Wohnzimmer einbezogen. Die Oberflächen des Wohnzimmers wurden im Geist der Zeit modernisiert, die Wandtäfer zurück gebaut, Parkett und der Boden der ehemaligen Laube einheitlich unter einem Spanteppich zusammengezogen, die Wände weiss gestrichen. 

Unser Eingriff beschränkte sich auf das Erdgeschoss und nahm sich zurückhaltend aus. Im Wohnzimmer blieb die Einhausung der Laube von 1966 unangetastet. Hingegen wurde der alte Parkett wieder freigelegt, die Wände im Altbau in ein intensives grün getaucht. Auch die anderen Zimmer erhielten teils kräftige Farben. Inspiration dafür fanden wir in den darüberliegenden Geschossen. Im Wohnzimmer wurden weiter die inneren Fenstereinfassungen und Simse wieder hergestellt, neue Sockel- und Deckenfriese schaffen eine weichere Verbindung zwischen alt und neu.

In der Küche wurde eine Einbauküche aus den 90er-Jahren ersetzt. Der grüne Linoleum der Sichtflächen verbindet sich weich mit der wohl in den 40er eingebrachten blassgelben Wandplatten und dem roten Klinker am Boden. Eingelassene Eichengriffe nehmen Bezug auf die konservierten Einbauschränke aus der Entstehungszeit.

Auftraggeberin
Privat

Leistungen Baumgartner + Partner
Architektur, Baumanagement

Realisierung: August 2020
Erstellungskosten (BKP 1-5): CHF 55T.