Ein wichtiger Teil unseres Tätigkeitsfelds ist die Sanierung, Renovation und Ertüchtigung bestehender Mehrfamilienhäuser. Denn daran glauben wir fest: Fast jedes Wohnhaus ist erhaltenswert, fast alle Liegenschaften lassen sich sinnvoll aufwerten.
Mehrfamilienhäuser erneuern
Umbau und Renovation Riedmattstrasse in Altwiedikon, Zürich – Schlafzimmer und Korridor
Bewohnt oder entmietet renovieren?
Kleinere Renovationen können im bewohnten Zustand ausgeführt werden. Wenn auch die Wasser- oder Abwasserleitungen erneuert werden müssen, stellt sich irgendwann die Frage nach einer Entmietung. Bei einer sogenannten Strangsanierung werden die Eingriffe umfassender, und eine geschossweise Etappierung wird anspruchsvoller. Dennoch lässt sich auch eine solche Sanierung im bewohnten Zustand durchführen. Die Mietparteien nehmen Lärm, Staub und funktionale Einschränkungen oft in Kauf, wenn sie dafür in ihren Wohnungen bleiben können.
Die Grenze des sinnvoll Machbaren im bewohnten Zustand ist aus unserer Sicht erreicht, wenn Wände verschoben oder Nasszellen verlegt werden. Das gilt beispielsweise dann, wenn ein Bad an den Ort der bisherigen Küche verlegt wird. Der Entscheid, den bestehenden Grundriss beizubehalten oder grundlegend anzupassen, hat weitreichende Folgen.
Renovation MFH Aarauerstrasse in Brugg/AG – Grundrisse Rück- und Umbau
Grundrisse behutsam weiterentwickeln
Wohnungen können auch behutsam, also ohne tiefgreifende Eingriffe, näher an heutige Bedürfnisse angepasst werden. So sind Kochen und Essen heute viel stärker miteinander verbunden. Die Küche geschlossen auf der einen Korridorseite, das Esszimmer auf der anderen – das finden heute nur noch wenige attraktiv. Wir reagieren darauf, indem wir Räume und ihre Bezüge sanft anpassen, mit kleinen Eingriffen öffnen und ein wenig verschieben.
Auch lässt sich die Nutzungsvariabilität eines Grundrisses mit wenigen Eingriffen erhöhen. So kann ein als zentrales Esszimmer angelegter Raum durch das Schliessen einer Doppeltüre zu einem zweiten Kinderzimmer werden. Zwei kleine Bäder können zudem eine spätere Nutzung als Alterswohngemeinschaft besser unterstützen als ein grosses Bad.
Umbau Unter Zäune, Zürich – Historisches Wohnhaus mit sieben Geschossen
Potenziale erkennen, Reserven aktivieren
Nicht wenige Liegenschaften verfügen zudem über Ausnützungsreserven und Verdichtungspotenzial. Ob Ausbau eines Estrichs, Aufstockung oder Anbau – grössere Eingriffe bieten die Gelegenheit, die Wirtschaftlichkeit solcher Massnahmen zu prüfen.
Neben diesen Fragen klären wir auch die technischen Aspekte eines Umbaus wie Altlastensanierung, Brandschutz und Erdbebensicherheit und integrieren sie sorgfältig in unsere Planung.
Konstruktive Grenzen
Unser Ziel ist es, bestehende Mehrfamilienhäuser achtsam und mit Liebe zum Detail weiterzuentwickeln, damit sie funktional, lebenswert und auch für die kommenden Jahrzehnte erhalten bleiben.
Konstruktiv liegt die Grenze vieler Umbauten in der schalltechnischen Verbesserung der Decken. Alte Holzdecken oder dünne Betondecken lassen sich schalltechnisch nur begrenzt nachbessern. Diese Grenze prägt unseres Erachtens das sinnvolle Mass der Eingriffstiefe.